Freiheit & Grenze

Die Freiheit des Einen hat seine Grenzen in der Freiheit des Anderen.

Jeder hat ein Recht darauf, von Anderen in besonderer Weise geschützt zu werden.

Aber auch Vorerkrankte und Alte haben ein Recht auf Lebensqualität bzw Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.

Auch sie haben ein unveräußerlichen Recht darauf, selbstbestimmt zu entscheiden, welche Risiken sie eingehen möchten.

Wer sich aber isolieren möchte und überwiegend digital-virtuel leben möchte – kann das tun und es gibt zB auf nebenan.de genügend Freiwillige, die als „soziale LeibwächterInnrn“ ihre Hilfe beim Einkaufen etc anbieten.

Ist es aber gerechtfertigt zum Schutz der Verängstigten gleich alle anderen einzusperren, den Mittelstand in die Insolvenz zu treiben und den Schutzbefohlenen unserer Gesellschaft (den Schwächsten noch Unmündigen) ihre Kindheit und Jugend zu berauben?

Wessen Ego wird durch Lockdown, Isolationspflicht, Besuchsverbote etc befriedigt und wer geht als Gewinner dieser politischen Krise hervor?

Und was sind die sozial-psychologischen (Spät-) Folgen der rigiden Maßnahmen für unsere Gesellschaft? Was sind die Spätfolgen der künstlichen Aussetzung des natürlichen Immunsystems der Menschen? Wie werden sich späte Nebenwirkungen der eiligst herbeigezauberten Impfungen auswirken?

Welche Auswirkungen hat das absichtlich geschürte Klima der Angst (dass im Prinzip Jeder ein tödlicher Gefährder für den anderen sei) auf bürgerliche Freiheit, gesellschaftlichen Frieden und Demokratie? (2021)

Sehe ich das richtig? https://youtu.be/_XOag4jvwGA

Die einen haben
1. Angst vor dem Killervirus,
andere
2. Angst vor Jobverlust und (Bildungs-)Armut
und wiederum andere haben
3. Angst vor einer Erosion der Demokratie (Angst vor Diktatur)

Alle drei Ängste sind berechtigt (auch wenn sie vielleicht geschürt oder übertrieben sein mögen) und unbedingt ernst zu nehmen.

Wenn man den anderen verstehen will, muss man seine Ängste kennen, respektieren oder zumindest versuchen zu verstehen.

Ich bin für einen sachlichen, interdisziplinären und vor allem fairen Dialog
und das heißt,
ich bin für einen Dialog, in dem Geld, Macht, Einfluss, Herkunft, Zugehörigkeit möglichst nur einen geringen Einfluss haben –
also für einen Diskurs,
in dem das bessere Argument zählt
und nicht etwa die Zugehörigkeit zu einer Mehrheit oder irgendeiner vermeintlichen Minderheit.

Von wegen Überlastung. Im Pandemiejahr 2020 herrschte in Deutschlands Kliniken historischer Leerstand.
„Eine Analyse der TU Berlin offenbart Erstaunliches: Nie zuvor gab es in den Krankenhäusern weniger Behandlungsfälle, nie zuvor waren weniger Betten belegt – trotz oder wegen Corona. Die Diskrepanz zwischen der Datenlage und der anhaltenden Panikkommunikation von Politik und Medien könnte kaum größer sein. Die Studienautoren interessiert das nicht und sie wollen ihr Werk anders verstanden wissen: als Beweisstück für eine Flurbereinigung der Versorgungslandschaft.“ https://www.nachdenkseiten.de/?p=70975

Ich selbst bin weniger Anhänger von Popper als Anhänger der antikapitalistischen Kritischen Theorie der Frankfurter Schule (Adorno, Horkheimer etc.) – dennoch kann ich folgenden Artikel in weiten Teilen zustimmen.

Die geschlossene Gesellschaft und ihre neuen Freunde: warum es falsch ist, die Gesundheit höher zu gewichten als die Menschenwürde

Die freie Welt steht vor einer folgenreichen Weichenstellung: Sind die Freiheitsrechte verhandelbar oder nicht? Höchste Zeit, Karl Popper neu zu lesen – und seine Erkenntnisse auf unsere nachlässige Gegenwart anzuwenden. Ein Diskussionsbeitrag. https://www.nzz.ch/feuilleton/die-geschlossene-gesellschaft-und-ihre-neuen-freunde-warum-es-falsch-ist-die-gesundheit-hoeher-zu-gewichten-als-die-menschenwuerde-ld.1609287